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Erben-Gemeinschaft

Erbengemeinschaft
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Wenn mehrere Erben für eine Immobilie zusammenkommen, kann es zu Streitigkeiten führen in Bezugnahme auf den Verkauf der Immobilie. Grund sind die verschiedenen Interessen der einzelnen Erben.

Wie entsteht eine Erben-Gemeinschaft?

Sind mehrere Personen Erbe eines Erblassers, so sind sie Miterben und bilden damit automatisch und qua Gesetz eine Erbengemeinschaft. Von einem „Willenselement“ hängt dies nicht ab, d.h. der Zwangserbe kann sich dagegen zunächst auch nicht wehren. Natürlich muss niemand das Erbe zwangsweise annehmen, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Erbschaft überschuldet sein kann. Das Gesetz sieht in der Folgezeit die Möglichkeit vor, die Erbschaft auszuschlagen.

Nachstehend einige wichtige Punkte die Sie beachten müssen:

  • Mit dem Tod eines Erblassers gehen Immobilien automatisch in den Besitz der Erben über.
  • Die Änderung des Grundbucheintrags wird nicht automatisch vorgenommen – die Erben müssen hierzu einzeln einen Grundbuch-Berichtigungsantrag stellen.
  • Alle Erben einer Erbengemeinschaft haben die Pflicht, geerbte Immobilien ordnungsgemäß zu verwalten.
  • Der Verkauf einer Immobilie ist nur möglich, wenn alle Mitglieder der Erbengemeinschaft zustimmen.

Welche Rechtsform hat eine Erben-Gemeinschaft?

Sie ist eine Gesamthandsgemeinschaft, d.h. es handelt sich um eine Gemeinschaft von Personen, denen ein Vermögen gemeinschaftlich zusteht. Gemeinschaftlich heißt, dass alles allen gemeinsam gehört, kein Nachlassgegenstand gehört einem Miterben alleine. Jeder Gesamthänder ist also Eigentümer des ganzen Nachlasses und Inhaber der gesamten Forderungen („Jedem gehört alles“). Die Erbengemeinschaft ist auf Auflösung gerichtet, die sog. Auseinandersetzung. Wichtigste Einschränkung der Gesamthandsgemeinschaft ist, dass kein Miterbe alleine über Nachlassgegenstände verfügen kann. Der einzelne Miterbe kann nur insgesamt über seinen Anteil an der Erbengemeinschaft verfügen und z.B. seinen Erbteil verkaufen.

Das Gegenteil hierzu ist die Bruchteilsgemeinschaft. In jenem Fall hält jeder Miteigentümer einen ideellen Anteil an jedem Einzelgegenstand und kann diesen Anteil auch isoliert verkaufen. In obigem Beispiel könnte A also seine 50% am Auto weiterverkaufen.

Die Miterben einer Erbengemeinschaft können allerdings statt der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft diese auch in die Gesellschaftsform der GbR überführen. In Folge dessen entsteht eine Gesellschaft, die ihrerseits Träger von Rechten und Pflichten sein kann. Sie wird als rechtsfähig.

Sie brauchen Unterstützung in diesen Fragen?

Wir beraten Sie gerne bei diesen und weiteren Fragen im Falle eines Erbfalls. Bitte kontaktieren Sie uns telefonisch unter der folgender Nummer: 0173 6192086 oder per E-Mail.